STERNWARTE EBERFING
 
         
       


Bei Weilheim/Obb.

zwischen Ammersee und
Starnberger See

Koordinaten:
Länge: 11°12´15,3" ost
Breite: 47°47´43,8" nord
Höhe: 620 m NN
28 cm apochromatisches Objektiv  

mit 280 cm Brennweite
in einer Kuppel 
mit 5 m Durchmesser
       
Erbauer und Betreiber
Dr. rer. nat. Martin und
Martina Gutekunst
 
Die Planung der Sternwarte begann Anfang 1997. Im September 1998 konnte dann
mit dem Bau begonnen werden. Das ringförmige Fundament des Gebäudes ist vom Fundament der Säule (insgesamt 25 t Beton) getrennt, um Übertragung von
Erschütterungen zu vermeiden.
   
     
Um das Fundament vor der Witterung zu schützen, mußte das Gebäude gleich im
Oktober aufgestellt werden. Es besteht aus Segmenten, die außen und innen 
verschalt wurden, mit Steinwolle dazwischen.
Zum Überwinten erhielt es ein provisorisches Dach aus Balken und Planen.
       
     
Der Bau der Kuppel begann im Januar 1999. Die Grundstruktur wurde ebenfalls 
verschalt. Die später angebrachte Isolierung lässt hier einen Zwischenraum zur
äußeren Verschalung, um so eine Hinterlüftung zu erreichen. Dadurch heizt sich
das Gebäude tagsüber kaum auf.
     
Nachdem die beiden Kuppelhälften mit Kupfer belegt waren, konnte Ende Mai 
1999 das Aufsetzen der Kuppel auf das Gebäude erfolgen.
   
Hier werden noch am Abend des selben Tages die beiden Kuppeltore montiert.
 
     
Ende Mai 1999 ist das Gebäude der Sternwart also fertig, es fehlt nur noch das
"Innenleben".
In den nächsten 4 Jahren wurde das Gebäude innen isoliert und verschalt. Der Holzboden liegt auf dem Gebäudefundament und hat so keine Verbindung mit der Säule. In der Kuppel besteht ein Abstand zwischen Isolierung und äußerer Verschalung. So entsteht eine Hinterlüftung der Kuppel, die ein starkes Aufheizen der Sternwarte verhindert.
Parallel dazu wurde die Montierung und der Refraktor konstruiert und gebaut
.
Im Sommer 2003 wurden die Montierung und der Refraktor auf die Säule montiert. 
Das "first light" fand dann im September statt. Nun, nach 7 Jahren hat sich gezeigt, daß die Optik und Mechanik sich vollkommen bewährt haben. Inzwischen hat das glänzende Kupfer der Kuppel eine dunkle Patina erhalten. Die Sternwarte fügt sich jetzt so vollkommen in die Landschaft ein.
 
2007
Refraktor

Anfang August 2010 wurde der Refraktor mit 3 m Brennweite abmontiert. Dieser Refraktor war mit 3 verschiedenen Objektiven im Einsatz. - 1 Jahr Lichtenknecker-Objektiv - 5 Jahre Zeiss AS-Objektiv - 1 Jahr Zeiss B-Objektiv -.
Anschließend konnte die Montierung überholt werden. Sie ist bereits 7 Jahre in Betrieb.

Anfang September wird der Cassegrain Spiegel in Einzelteilen auf die Montierung gehoben. Hier der Zentralkörper mit Sekundärspiegel-Einheit.
Mehr Einzelheiten über den Cassegrain
Als nächstes kommt die Primärspiegel - Zelle.
Alle Teile sind auf der Montierung.
Der Cassegrain ist einsatzbereit
Die Leuchtkästen mit Bildern sind montiert worden. Der Aufbau des Weltalls kann jetzt mit ihrer Hilfe veranschaulicht werden.
Ab Ende Oktober 2017 ist der 11 Zoll Apochromat einsatzbereit.
Im August 2019 bekam der 11 Zoll Apochromat seine neue, längere Taukappe.
Um die Bildqualität zu verbessern ragt die neue Taukappe aus der Kuppel. Die wärmere Luft, die in der Kuppel aufsteigt, zieht nicht vor dem Objektiv vorbei und kann so nicht zur Verschlechterung des Kuppel Seeings führen.