| |
Der Mond bewegt sich gegenüber dem Sternenhintergrund in östlicher Richtung, und zwar pro Stunde um 0,5 Grad, was seinem scheinbaren Durchmesser entspricht. Dabei zieht er gelegentlich vor hellen Sternen oder auch Planeten vorüber.
Besonders eindrucksvoll ist eine Sternbedeckung bei zunehmendem Mond, wenn die vorangehende östliche Seite des Mondes dunkel ist. Der Stern scheint dann unvermittelt ausgeknipst zu werden.
REGULUS (hellster Stern im Sternbild Löwe), ALDEBARAN (hellster Stern im Sternbild Stier), SPICA (hellster Stern im Sternbild Jungfrau) und ANTARES (hellster Stern im Sternbild Scorpion) sind die 4 Sterne der ersten Größenklasse, die nahe genug an der Ekliptik liegen, um gelegentlich vom Mond bedeckt zu werden.
Sternbedeckungen durch den Mond wiederholen sich in einem Rhythmus von 18.6 Jahren; dies ist die Zeit, in der eine Knotendrehung der Mondbahn erfolgt. Die Bedeckungen finden in Serien statt, bei denen es über eine Reihe von Monaten oder - im Fall von Aldebaran - sogar von mehreren Jahren hinweg bei jedem Umlauf des Mondes zu einer Bedeckung kommt. Wegen der großen Parallaxe des Mondes sind die Bedeckungen aber - ähnlich wie Sonnenfinsternisse - nur von einem kleinen Teil der Erdoberfläche aus beobachtbar.
Oftmals finden sie auch am Taghimmel statt, wo sie nur mit Hilfe optischer Geräte verfolgt werden können. In den 18 Jahren von 1974 bis 1992 z.B. waren laut "Himmelsjahr" von Deutschland aus 25 Bedeckungen der 4 hellen Sterne mehr oder weniger gut beobachtbar (17 x Aldebaran, 3 x Regulus, 3 x Spica, 2 x Antares).
Bedeckungsserien |
|