Objekt des Monats |
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Die etwa 55 Millionen Lichtjahre entfernte Galaxie befindet sich mitten im Virgo Galaxienhaufen. Innerhalb eines Radius von 100 000 Lichtjahre gehören Sterne mit einer Masse von insgesamt 2 bis 3 Milliarden Sonnenmassen zu M87. Die Galaxie hat einen Durchmesser von 120 000 Lichtjahre. Ein Blick in den Virgo Galaxienhaufen lohnt sich. |
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Folgende bemerkenswerte Fakten um M87 wollen wir näher betrachten:
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1: Schwarzes Loch im Zentrum |
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| Die elliptische Galaxie M 87 ist mit dem Radio – Antennenverbund Event Horison Telecope (EHT) beobachtet worden. Die Beobachtungen aus dem Jahr 2017 sind in Boston und Bonn ausgewertet worden. Bei dieser Auswertung wurde ein schwarzes Loch im Zentrum von M 87 mit einer Masse von 6,5 Milliarden Sonnen gefunden. | ||||
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Riesige Mengen an heißem Gas entweichen vom extrem massereichen Schwarzen Loch im Zentrum von Messier 87 und bahnen sich ihren Weg durch das umgebende intergalaktische Medium. Sie treten nur im Röntgenlicht und im Bereich der Radiowellen deutlich hervor. |
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2: Ein Jet geht vom Kern aus |
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3: Größtes bekanntes System von Kugelsternhaufen |
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M87 besitzt das größte bisher bekannte System von Kugelsternhaufen einer Galaxie. Während die Milchstraße etwa 200 Kugelsternhaufen besitzt, geht man bei M87 von 12.000 solcher Objekte aus. |
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| Bild oben: Das elektromagnetische Spektrum, nur ein kleiner Teil ist für das menschliche Auge sichtbar. Beginnen wir bem langweiligen Ende des Spektrums. Bild Wikipedia |
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4: Starke Radioquelle |
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M87 ist eine sehr aktive Galaxie, die als Radioquelle mit Virgo A bezeichnet wird. Im Kern von M87 gibt es starke Magnetfelder, die Synchrotronstrahlung erzeugen. |
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Entstehung von Radiostrahlung |
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Sobald Ladungen bewegt werden, entsteht Radiostrahlung. Umgekehrt funktioniert so auch eine Antenne. Die Radiostrahlung induziert in der Antenne Strom (Elektronen bewegen sich), der im Radio umgewandelt wird. |
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Die Quelle der Radiostrahlung in Messier 87 |
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Im Jahr 1947 wurde eine starke Radioquelle in Richtung von M87 entdeckt, die als Virgo A bezeichnet wurde. Da die Auflösung der Radioteleskope nicht hoch war, wurde der Zusammenhang von Quelle mit der Galaxie erst 1953 aufgedeckt. 1969–1970 konnte dann festgestellt werden, dass ein großer Anteil der Strahlung tatsächlich in engem Zusammenhang mit der optischen Quelle des Jets steht. |
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5: Starke Röntgenquelle |
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M87 ist eine sehr aktive Galaxie, die als Röntgenquelle mit Virgo X-1 bezeichnet wird. |
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Entstehung von Röntgenstrahlung |
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| Es gibt folgende vier Möglichkeiten: | ||||
Compton Streuung |
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Thermische Röntgenstrahlung |
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| Thermische Röntgenstrahlung wird durch freie Elektronen im Gebiet mit höchsten Temperaturen wie z. B. in der Korona der Sonne mit ca. 1 Million Grad verursacht. Bei Temperaturen über 10 000 Grad gibt es keine an einen Atomkern gebundene Elektronen mehr. Die thermische Energie der Elektronen ist so hoch, dass sie als thermische Strahler Röntgenstrahlung aussenden. | ||||
Synchrotronstrahlung (Magnetische Röntgenstrahlung) |
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Bewegen sich Elektronen in einem Magnetfeld, dann geben sie Röntgenstrahlung ab. Die Elektronen umkreisen mit annähernd Lichtgeschwindigkeit die Feldlinien des Magnetfelds. Durch die auftretenden Fliehkräfte bei der ständigen Richtungsänderung, entsteht Synchrotronstrahlung. |
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Bremsstrahlung (Röntgenröhre) |
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Von der Kathode einer Röhre gehen Elektronen aus, die (je nach angelegter Spannung) mit bis zu 35% der Lichtgeschwindigkeit auf die Anode treffen. Beim Abbremsen wird durch die große (negative) Beschleunigung Strahlung abgegeben (γ -Strahlung) |
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Die Quelle der Röntgenstrahlung in Messier 87 |
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Das schwarze Loch im Zentrum zieht die nahe Materie an. Diese stürzt nicht direkt in das schwarze Loch, sondern es umkreist erst das schwarze Loch und bildet eine Akkretionsscheibe (Beispiel: Strudel über einem Wasserabfluss) Diese Scheibe ist durch auftreffende Materie stark aufgeheizt. Hier entsteht Thermische Röntgenstrahlung. Der Jet, der mit relativistischer Geschwindigkeit das Zentrum von Messier 87 verlässt, wird von starken Magnetfeldern angetrieben. Hier wird die Röntgenstrahlung hauptsächlich durch Synchrotronstrahlung erzeugt. |
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6: Starke Gammastrahlung |
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Entstehung von Gammastrahlung |
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Gammastrahlung entsteht beim radioaktiven Zerfall von Atomkernen. Sie hat eine Wellenlänge unter 0,005 nm (blaues Licht 400 nm) Trifft ein geladenes Teilchen der Gammastrahlung auf die oberen Schichten der Erdatmosphäre, entsteht ein blaues Leuchten – die Tscherenkov Strahlung. Indirekt kann dadurch Gammastrahlung beobachtet werden. |
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Die Quelle der Gammastrahlung in Messier 87 |
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In ihrem Zentrum befindet sich ein schwarzes Loch, das mehr als sechs Milliarden mal massereicher ist als unsere Sonne. Dort werden geladene Teilchen nahezu auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigt und in gewaltigen Plasmaströmen ins Weltall geschleudert. Wenn die Elektronen und Protonen mit ihrer Umgebung (interstellare Materie) reagieren, entsteht Gammastrahlung - die höchstenergetische elektromagnetische Strahlung, die beobachtbar ist. |
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| Quellen | ||||
Wikipedia |
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