2.) Atair |
2.) Altair, der hellste Stern im Sternbild Adler, hat eine Helligkeit von 0,8 mag und eine Entfernung von 17 Lichtjahren.
Mit der Spektralklasse A7 leuchtet er bläulich. Seine Oberflächentemperatur liegt bei 8000 Grad.
Die Leuchtkraftklasse IV-V zeichnet ihn als Unterriesen- bis Hauptreihenstern aus. So ist seine Masse und Radius das 1,7-fache der Werte der Sonne.
Sein Wasserstoff Vorrat wird noch ca. 1 Mrd. Jahre reichen, bis er sich zu einem Roten Riesen oder einem veränderlichen Cepheiden weiterentwickelt, bevor er seine äußeren Schichten abstößt und als Weißer Zwerg endet. (Sternentwicklung)
Durch Messungen der Breite seiner Spektrallinien wurde entdeckt, dass sich Altair sehr schnell um seine eigene Achse dreht und dadurch stark abgeplattet ist. Die Dauer einer vollen Drehung am Äquator wurde zu 9 Stunden bestimmt. Dadurch ist der Äquatordurchmesser 22 % größer als der Poldurchmesser, das hat wiederum Temperaturunterschiede zur Folge.
Beide Sterne ähneln sich darüber hinaus in einem ganz besonderen Punkt. Dies ist ihre schnelle Rotationsgeschwindigkeit, die bei beiden ungefähr zehn Stunden beträgt und die Sterne deutlich zu Ellipsoiden abflacht. Das wiederum hat zur Folge, dass die Äquatoroberfläche weiter vom Massenzentrum des Sterns entfernt ist als die Poloberfläche. Diese Verformung bewirkt einen interessanten Effekt: Die effektive Gravitation, also die Schwerkraft, die ein hypothetischer Beobachter an einem Ort auf der Sternoberfläche "spüren" würde, ist am Äquator geringer als am Pol. Die effektive Gravitation wirkt sich aber auch auf den Strahlungsfluss und die Oberflächentemperatur des Sterns aus. Je höher die effektive Gravitation ist, desto heißer ist die entsprechende Oberflächenregion. Aus diesem Grund ist Wega am Pol mit rund 9900 Grad Celsius um etwa 2300 Grad Celsius heißer als am Äquator.
http://www.spektrum.de/wissen/wega-deneb-atair-ein-ungleiches-trio/1289932 |